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Der erste 16-Bit auf dem Videospielmarkt - der Intellivision. |
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Mattel Intellivision Von Ralph Linne, Editor of Intellivision Lines Ende 1979 veröffentlichte Mattel Electronics (eine Tochter von Mattel Toys) ein Videospielsystem namens Intellivision, das nur mit Farbfernsehgeräten betrieben werden konnte, und zwölf Spielmodule, unter der Leitung von Mr. Denham. Mattel Electronics benannte ihr neues Produkt "Intelligent Television", nach den Marketing-Plänen, die ein zum Spielsystem kompatibles Computerkeyboard vorsahen (welches 1980 allerdings fallengelassen wurde). Mattels Marketing- und Entwicklungsabteilungen waren alles andere als intelligent und trieben Mattel 1984 beinahe in den Untergang. Andererseits war das Intellivision aber sehr erfolgreich, mit über 3 Millionen verkaufter Einheiten und 125 veröffentlichten Spielmodulen, bevor das System 1990 eingestellt wurde. Hier ein kurzer Überblick der Geschichte des Intellivison von Mattel Electronics: |
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Intellivisions Grundgerät besaß den hochentwickelten 16-Bit General Instruments CP 1610 Mikroprozessor, der kristallklare Soundeffekte auf drei Kanälen bot, extrem scharfe Farbfernsehbilder, und eine sehr hohe Grafikauflösung (192 x 160 Pixel). Zum Gerät gehörten zwei Controller mit 12 Tasten, jeder mit vier weiteren Actionknöpfen und eine Steuerscheibe für 16 Richtungen. Mattel Electronics machte 1979 in Fresno, Kalifornien, Testverkäufe des Grundgeräts mit hervorragenden Ergebnissen und veröffentlichte das Gerät in den USA landesweit Ende 1980. Die erste Jahresproduktion von 200.000 Einheiten konnte vollständig verkauft werden. Später wurde das Grundgerät von Mattel als "Super Video Arcade" über Sears sowie als "TandyVision" über Radio Shack in den frühen 80ern verkauft. 1980 wurde eine preisgünstige Tastaturerweiterung für das Jahr 1981 angekündigt, die einfach an das Grundgerät angesteckt werden sollte. Das sollte das System in einen leistungsfähigen 64 KB Heimcomputer verwandeln, mit dem man alles machen konnte, angefangen von Videospielen bis zur Verwaltung der Haushaltsfinanzen. Weiters war auch ein Modem geplant. Die Tastatur sollte 60 Tasten mit speziellen Computertasten besitzen, zusammen mit einem eingebauten Cassettenrekorder, um Programme zu laden und zu speichern. Viele Leute kauften sich in den 80ern nur deshalb ein Intellivision, damit sie es bei der Veröffentlichung der Tastaturerweiterung als Computer benutzen können. Es vergingen Monate und schließlich Jahre, und die originale Erweiterung wurde lediglich in einigen Testgebieten in geringer Stückzahl Ende 1981 verkauft. Wegen des hohen Preises und zu geringen Reaktionen der Käufer wurde das Produkte Anfang 1982 gestrichen und wurde nie landesweit verkauft. 1982 wurde ein Zusatzgerät für das Intellivision veröffentlicht. Das Sprachsynthese-Gerät Intellivoice wurde am Modulport angeschlossen und integrierte Sound sowie Sprache ins Spiel. Um das Intellivoice zu nutzen, waren spezielle Intellivoice-Spielmodule notwendig, und diese ergänzten das Gameplay um menschliche Stimmen. Insgesamt wurden für diese Erweiterung nur fünf spezielle Voice-Module produziert, eines davon (World Series Major League Baseball) benötigte sogar noch zusätzlich das ESC Computer-Modul. An der Oberseite des Intellivoice gibt es eine Abdeckung, die bei Entfernung einen Steckplatz für geplante zukünftige Erweiterungen freigibt, aber nie benutzt wurde. Um in der sich ständig weiterentwickelnden Videospiele-Industrie konkurrenzfähig zu bleiben, veröffentlichte Mattel im Jahre 1982 das Intellivision II. Ein Mattel-Sprecher beschrieb es als "kleiner und leichter als das Original, aber mit demselben leistungsfähigen 16-Bit Mikroprozessor. Es hat komplett abnehmbare Handcontroller und längere Kabel für mehr Bewegungsfreiheit. Es funktioniert ganz gleich wie das Original, und man hat Zugriff auf alle bekannten Intellivision-Spiele, einschließlich Intellivoice und die neue Intellivision Computer-Peripherie". Die neue Konsole war tatsächlich kompakter als der Vorgänger, und sein graues Gehäuse, mit roten und schwarzen Auflockerungen betont, machten es mehr zu einem hochentwickeltn elektronischen Gerät als das Originaldesign. Im Frühjahr 1984 wurde das überarbeitete Intellivision II von Mattel Electronics zu Dumpingpreisen verkauft, da man das Lager leeren und die Branche verlassen wollte. Das Intellivision II war auch für die Aufnahme eines Zusatzgerätes namens "System Changer" designed, mit dem man Atari 2600 Spielmodule am Intellivision II abspielen konnte. Bei den alten Intellivision-Grundgeräten sowie bei TandyVision und Sears Super Video Arcade mußten werksseitige Modifikationen vorgenommen werden, um diesen Adapter benutzen zu können. Das brachte Mattel den Vorteil, mit dem Intellivision II und dem System Changer zusammen die größte Videospiele-Bibliothek überhaupt nutzen zu können. Im Jahre 1991 umfaßte diese Bibliothek über 625 Module, davon 125 Intellivision-Spiele. Mattel Electronics entwickelte den System Changer für das Intellivision II, um Atari sowie Coleco zu bekämpfen und gleichzeitig alle Atari 2600 Spiele nutzen zu können. Mattel vermarktete übrigens (unter dem Label M Network) auch eine eigene Serie von Spielen für das Atari 2600. Auf der Winter-CES im Januar 1983 präsentierte Mattel Electronics das Intellivision III, welches eine "neue" Generation der Videospielsysteme einläuten sollte. Dieses Gerät sollte eine eingebaute Sprachsynthese haben, weiters hochauflösende detaillierte Grafik, eine fast unbegrenzte Anzahl von Farben, die Fähigkeit Objekte am Bildschirm mit der doppelten Geschindigkeit des Intellivison II zu bewegen, 6-Kanäle für Soundeffekte und Musik, die über ein Stereosystem abgespielt werden könnten, kabellose batteriegespeiste Handcontroller, und zusätzliche Joystickports für bis zu vier Spieler gleichzeitig. Auf der Sommer-CES im Juni 1983 wurde verlautbart, daß das Intellivision III eingestellt und die meisten seiner Features im ECS Computermodul integriert werden sollten. So wie schon Jahre zuvor versprochen, präsentierte Mattel nun endlich eine Computererweiterung für das Grundgerät Ende 1983. Das war nur eines der Peripheriegeräte, die laut Mattel Electronics zusammen das Entertainment Computer System (ECS) Paket bilden sollten. Das System, einmal fertiggestellt, sollte ein vollwertiger programmierbarer Computer mit insgesamt 64 KB Speicher sein, so sahen das die Entwicklungspläne von Mattel vor. Die ECS-Komponenten enthielten: einen Computer-Adapter, der das Grundgerät um 2 KB RAM und 12 KB ROM erweiterte, inklusive BASIC Programmiersprache und Soundfähigkeiten mit 3 bis 6 Kanälen; eine Tastatur mit 49 Tasten; ein Musikkeyboard mit 49 Full size Tasten und sechsfach polyphonischem Synthesizer; ein Zusatzmodul mit weiteren 16 KB RAM und 8 KB ROM und eines mit nochmals 32 KB RAM und 12 KB ROM (das aber nie in Produktion ging); ein Cassettenrekorder um Programme und Daten zu speichern (nie produziert); ein Drucker mit 40 Zeichen pro Zeile (nie produziert); und der System Changer, um Atari 2600 Module auf dem Intellivision spielen zu können. T. E. Valeski, Senior Vice President für Marketing und Verkauf bei Mattel Electronics, kaufte zusammen mit einer Gruppe von Investoren die Aktiva, Warenzeichen, Patente und Rechte am Intellivision im Januar 1984 für 16.5 Millionen US$. Der Kauf wurde von Tangible Industries finanziert, eine Abteilung der Revco Drug Stores. Die Firma wurde ursprünglich Intellivision Inc. benannt und später in INTV Inc. umgewandelt, als Valeski alle Rechte von Revco im November 1984 übernahm. Diese neue Gruppe von Besitzern setzte die Produktion der ECS-Linie nicht weiter fort, und als die Lagerbestände verkauft waren, verschwand das ECS vom Markt. Während dieser zwei Jahre andauernden Übergangsphase passierte fast gar nichts. Im Herbst 1985 tauchten einige neue Intellivision-Module und ein neues Grundgerät namens INTV System III oder Super Pro System bei Toys"R"Us, durch Postversand, und später bei Kiddie City auf. Der Versandkatalog wurde an über 1.5 Millionen aktive Besitzer des Intellivison in den Staaten versandt und weltweit wurden 1985 über 6 Millionen US$ Umsatz gemacht. Das zeigte, daß INTV aus dem Schatten von Mattel Electronics auferstanden war. Die INTV Corp. vermarktete weiterhin mit großem Erfolg Spiele und einen Reparaturservice per Postversand. Das INTV-Grundgerät hatte dasselbe Design wie das Original-Intellivison, nur war das Gehäuse schwarz, die Grafikmöglichkeiten waren erweitert und es hatte eine Ein/Aus-Leuchte. Zwischen 1985 und 1990 wurden mehr als 35 neue Module veröffentlicht, womit die Gesamtanzahl der Intellivison-Module auf über 125 anstieg. Ein verbessertes Grundgerät mit der Bezeichnung INTV System IV wurde auf der Winter-CES im Januar 1987 vorgestellt. Es hatte abnehmbare Controller und ein Timing Device, wurde aber nie veröffentlicht. Im Herbst 1988 brachte INTV die Computertastatur und den -Adapter in ihrem Versandkatalog in kleinen Mengen zurück auf den Markt. Es wurden für diese Erweiterung aber keine neunen Spiele veröffentlicht. Im Frühjahr 1990 entschied sich die INTV Corp., die Intellivision-Konsolen und Spiele nicht mehr in den Spielzeug-Kaufhausketten, sondern nur noch per Postversand zu verkaufen. Diese Entscheidung wurde deshalb getroffen, weil die INTV Corp. Vereinbarungen hatte, Spiele für das Nintendo Entertainment System, Game Boy und Sega Genesis (Hierzulande das Mega Drive) zu vermarkten. Tatsächlich versuchte INTV aber, Softwarehändler für die neueren Systeme zu werden. Irgendwann im Laufe des Jahres 1991 verkauften sie ihr Lager von Spielen und Konsolen ab. |