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Telespiele - Videospiele - Computerspiele ?!? |
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Ja was denn nun? Da waren wir uns damals auf dem Schulhof nie so ganz darüber einig. Wo hört das Videospiel auf und wo fängt das Computerspiel an. Die Telespiele waren für uns nur der Anfang und keiner hatte den Mut zuzugeben, daß er so ein Teil mal besessen, geschweige den damit gespielt hatte. Ein Telespiel war so ein schwarzer (oder andersfarbiger) Kasten, der meist 4 Ballspiele und 2 Abschießspiele fest eingebaut hatte. Also sich nicht durch einschiebbare Programmodule zu anderen Spielen überreden ließ. Ich hatte in den späten 70ern ein Interton 3001 in meinem Kinderzimmer stehen. Das große Quadrat traf ich immer. Und das bis zu vier Mal bei einem Durchgang über den Bildschirm. Das wurde dann irgendwann mal langweilig. Man kannte die Bewegungen der Objekte, sei es Tontaube, Hase oder Ball nach einer Zeit zu gut. So gab es dann die Videospiele. Und nach Schulhofvokabular waren es die Teile mit Programmkassetten. Als da waren natürlich die Atari VCS Konsolen, die Philips G7000er und die weniger bekannten Interton VC 4000 und Saba Fairchild. Das war die Anfangsphase. Wer etwas auf sich hielt, mußte eine Atari haben. Für den Preis von DM 319,- wurde dann eine Konsole mit zwei Joysticks und Netzteil erworben. Wer ganz viel Glück hatte konnte in irgendeinem verlassenen Warenhaus noch einen Karton mit zusätzlich einer Programmkassette “Combat” erstehen. Oder vielmehr erstehen lassen. Mein Taschengeld reichte für derlei teure Dinge nicht. Und so mußte das Fest der Feste mal wieder herhalten. Die Wochen vorher stand man naturgemäß an den Vorführgeräten im Kaufhof und war froh, wenn man einen Joystick in die Hand bekam. Wenn man denn Pech hatte mußte man aus der zweiten Reihe zusehen und auf die nächste Etappe warten. Zwischendurch wurden die Geräte immer für ½ Stunde abgeschaltet, damit – wie die Verkäufer dachten – wir uns anderswohin begeben würden. Pustekuchen, falsch gedacht! Bis halb Sieben waren die Kisten belagert. Die Ataris mehr, Die Intertons weniger. So war es damals zu Beginn der 80er in unserem Kaufhof. Und die Verkäufer mögen uns bitte nachträglich unsere Aufdringlichkeit nachsehen und vor allem die Frage: “Wann werden die Ataris angemacht?” So, dann war Weihnachten. Ich hatte ein Atari VCS und eine Programmkassette “Asteroids” unter dem Baum. Natürlich nicht so lange wie sich die Verwandtschaft das gewünscht hätte. Ganz schnell war das Teil an den heimischen Fernseher angeklemmt und Schluß war es mit den besinnlichen Stunden. Gott sei es gedankt, daß man am TV den Ton leiser oder sogar abdrehen konnte. (Was bei meinem alten Interton 3001 nicht möglich war. Da half nur ein nachträglicher Schaltereinbau um dann auch mal Sonntagsmorgens spielen zu können.) Zu jeder denkbaren Gelegenheit wurden nun Programmkassetten gewünscht. Bei einem Preisgefüge von DM 89,- 109 ,- 139,- war da zum Namenstag nichts drin. Und Ostern auch nur mit zusätzlichem Taschengeld. So ging das bis dann die ersten Computer mehr begeisterten. Klar war die Sache nun viel einfacher. Man konnte ja auf den pädagogischen Aspekt hinweisen. Klar das ein VC20 oder erst recht ein ZX81 nicht zum Spielen gekauft werden sollten – zum nächsten Weihnachen. Spielen war mit diesen beiden Geräten besonders mit einem 1kByte großen ZX81 nur sehr schwer möglich. Trotz Bitten und Betteln und ein Computer muß für die Schule sein – es half nichts, meine Beiden waren nicht rumzukriegen! Erst ein halbes Jahr später stand er da – wieder ein Atari ein 600XL mit gesamten 64kByte – Wow. Ein paar Monate mußte ich mich noch gedulden bis das erste Diskettenlaufwerk dazukam. Und dann kamen natürlich die Computerspiele, vornehmlich auf Disketten, weil da passten dann mehrere drauf, spielten wir bis der gute alte Atarijoystick nach dem erste Hilfe-Set rief. Das war vor langer Zeit... Aber es ist immer noch eine ganz besondere Freude, am Liebsten wenn es draußen schon dunkel ist, auf grobklotzige Monster aus dem Weltall zu schießen oder mit einem durchstochenem und angeknabbertem Kreis ein paar flimmernden Flecken nachzujagen. In diesem Sinne... |
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