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Von Kindesbeinen an, oder soweit ich mich zurückerinnern kann, hat die Straßenbahn in meinem Leben eine
wichtige Rolle gespielt. Angefangen in meinen ganz jungen Jahren -
da kostete der Kinderfahrschein noch ganze 60 Pfennige - als ich mit meinem Opa in die Stadt zum Weihnachtsmarkt fuhr. Am Liebsten hatte ich damals schon die Vierachser (Wagen 220 - 230), wegen der schönen Innenbeleuchtung! Davon ist nur einer übriggeblieben! Einige Jahre später lernte ich auch den Fahrkomfort der Straßenbahnen zu schätzen und zu nutzen. Am Besten schrieben sich die Hausaufgaben auf der Bank direkt hinter der Fahrerkabine ab. Leider gab es diese praktische Einrichtung in den 1976 eingeführten M-Wagen nicht mehr. Trotzdem immer noch besser als mit einem Linienbus fahren zu müssen, dort war ans Abschreiben nicht zu denken. Höchstens für den Kunstunterricht hätten die dort gefertigten Werke getaugt. Ach ja, was bin ich damals mit den Blechkästen durch Mülheim gefahren. Leider war an ein Weiterfahren nach Essen nur dann zu denken, wenn noch ´n bisserl Taschengeld übrig war. Leider kannte man die Essener Kontrolleure nicht und so hieß es dann an der Gr.Borbeck aussteigen. Später sind wir dann leider doch umgezogen, und oh Ärger nach Saarn fuhr (und fährt immer noch nicht) keine Straßenbahn. Ja man wurde auch älter und schneller, jedenfalls was das Abschreiben der Hausaufgaben anbelangte. Man schrieb fortan in den ersten 10 Minuten vor Schulbeginn. Aber die Geschichten die mir von nun an mein Vater erzählte fand ich auf Höchste interessant. "Als noch die Bahn fuhr, machten die Schienen hier einen scharfen Knick (Düsseldorfer Str. - Straßburger Allee) so daß man während der Fahrt aufspringen konnte." Daß die Bahnen früher "gemütlicher" aussahen, war mir ja bekannt, aber daß sie keine Türen hatten ?!? Und überhaupt, an die Schienen im Dorf, oder zumindest an Bruchstücke davon, kann ich mich noch erinnern, auch noch an die Wendeanlage am Klostermarkt - Nichts davon ist übriggeblieben - Schade ....
Doch wie man sieht, besinnt man sich wieder auf die guten Seiten dieses Fortbewegungsmittels! Es gibt wieder eine
Verbindung nach Oberhausen. Vor vielen Jahren meinten dort die Stadtväter sich von den Trams trennen zu müssen und den Nahverkehr nur noch über Busse abzuwickeln. Hat das gut geduftet am Vorplatz des
Hauptbahnhofes - Diesel ist super! Doch das Centro brachte es
mit sich - die StraB fährt wieder durch bis nach Sterkrade. Auch an eine Verbindung nach Essen ist wieder gedacht - Toll! Links oben findet der Interessierte Bilder von Wagen 811, die Mülheimer Liniennetze von 1938 und 1987. Zuguterletzt ein paar Bilder vom Jubiläum 1997 - 100 Jahre Straßenbahn in Mülheim -.
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